Über eine Million Euro für Lehre, Forschung und Krankenversorgung

Das Universitätsklinikum Dresden und die Medizinische Fakultät an der TU Dresden freuen sich über mehr als eine Millionen Euro, die durch die Stiftung Hochschulmedizin Dresden in diesem Jahr eingesammelt werden. Mit dem Geld werden Projekte in der Patientenversorgung, Lehre und Forschung ermöglicht, die durch die Regelfinanzierung nicht abgedeckt sind. Allein im Jahr 2024 kamen insgesamt über 1,38 Millionen Euro an Spendenmitteln zusammen, 2025 rechnet die Stiftung mit einem ähnlichen Ergebnis. Damit konnten und können über 100 Projekte unterstützt werden. Dazu zählen unter anderem Sport- und Kreativkurse für Krebspatientinnen und -patienten, Trainingseinrichtungen für die Chirurgie, die Förderung von jungen Forschenden sowie zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche mit schweren, chronischen Erkrankungen. Um den Erfolg und das Wirken der Stiftung Hochschulmedizin Dresden weiter zu stärken, unterstützt das Universitätsklinikum das Thema Fundraising künftig mit einer eigenen Stabsstelle. Nadine Shalala übernimmt die Position ab Januar 2026.
„In der Krankenversorgung stehen wir vor enormen Herausforderungen von Umbau und Modernisierung. Dennoch müssen wir in die Zukunft und die Qualität investieren. Die Unterstützung der Stiftung führt zu einem unmittelbaren Effekt, zu messbaren Verbesserungen für die Patientinnen und Patienten und hat eine sichtbare Wirkung für die Öffentlichkeit. Die Stiftung ist auch deshalb unser Herzensprojekt. Vielen Dank allen Spenderinnen und Spendern“, sagt Prof. Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Dresden.
„Engagement, Vertrauen, gemeinsames Wirken sind wichtige Bausteine für den Erfolg der Hochschulmedizin Dresden. Auch dank der Stiftung und der Menschen, die diese mit Leben füllen, können wir exzellente Lehre, zukunftsweisende Forschung und innovative Patientenversorgung ermöglichen. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir Möglichkeiten schaffen, um junge Forschende zu unterstützen und ihnen Freiraum zu geben, ihre wissenschaftlichen Ideen umzusetzen“, sagt Prof. Esther Troost, Dekanin der Medizinischen Fakultät.
„Mit der Stiftung Hochschulmedizin Dresden haben wir in den vergangenen Jahren schon viel erreicht. Die erfreuliche Bilanz ist Beweis dafür. Wir wollen deshalb aber nicht stillstehen, sondern wollen neue Wege gehen. Es gilt, ein großes Rad noch schneller zu drehen und gemeinsam mit den Stifterinnen und Stiftern noch mehr zu erreichen“, sagt Dr. Andreas Sperl, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes.
Drei Vorhaben stehen stellvertretend für dieses „Noch-Mehr“:
- Für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten in der Strahlentherapie soll ein Raum der Stille sowie geeignete Rückzugsorte auf der Station entstehen. Das erleichtert den stationären Alltag, der oftmals mit starken Schmerzen verbunden ist.
- Die „Keep on track“-Nachwuchsförderung gibt jungen, angehenden Medizinerinnen und Medizinern Vollzeit ihrer Forschung nachzugehen. Ein Jahr lang können sie sich Zeit nehmen und sich darauf konzentrieren.
- Die Kinderinseln in der Kinderklinik sind Orte der Ruhe, für Rückzug und Kindsein. Pädagoginnen nehmen sich dort den kleinen Patientinnen und Patienten an oder kommen direkt ans Bett an der Station. Durch geeignete Literatur, die durch Spenden bezahlt wird, sollen die Kinder ihre Krankheiten verstehen und lernen, damit umzugehen.
Spenden für über 100 Projekte
Unterstützung und Zuwendung kommen nicht nur von Einzelspenderinnen und -spendern, sondern auch von treuen langjährigen Partnern. Dazu zählen die Ostsächsische Sparkasse, der Verein Sonnenstrahl sowie die Dresdner Kinderhilfe. Alle drei Partner haben große Spendenprojekte ermöglicht und dafür geworben. Dazu zählen die Preisgelder für den Carl-Gustav-Carus Promotionspreis sowie die beiden Elternhäuser, in denen Familien von stationär behandelten Kindern betreut werden. Insgesamt hat die Stiftung Hochschulmedizin Dresden in diesem Jahr über 100 Projekte ermöglicht. Beispiele sind:
- SächsischesKinderPalliativZentrum: Unterstützt wird eine häusliche Palliativversorgung, Kooperationen mit Kinderkliniken, Angebote der Fort- und Weiterbildung, eine telefonische Sozialberatung sowie eine Pränatalberatung. Dank der Spenden konnte zudem ein mobiles Ultraschallgerät sowie Möblierung für neue Räume beschafft werden. Der Fokus liegt dabei auf einer angenehmen Umgebung für betroffene Familien.
- Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie: Spenden ermöglichen ein optimiertes Training für eine sichere Pankreasnaht. Dies ermöglicht die operative Sicherheit und Gewebeschonung für Patientinnen und Patienten. Druck von Informationsmaterialien über die Fast-Track-Implementierung hilft Patientinnen und Patienten während der Behandlung und beschleunigt den Heilungsverlauf. Modelle zur Nutzung im Patientengespräch geben Patientinnen und Patienten Sicherheit, nehmen Ängste und erwirken realistische Erwartungen.
- MEDDrive Tandemförderung: Medizin und Naturwissenschaft Hand in Hand im Sinne der Patientenversorgung und Therapie. MEDDrive ermöglicht Forschungsprojekte, in denen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innovative Vorhaben voranbringen.
- Multiple Sklerose Zentrum: Die Stiftung unterstützt verschiedene niedrigschwellige Informationsformate für die meist jungen Patientinnen und Patienten. Ermöglicht wurden ein Podcast sowie ein innovativer Adventskalender und bringt das Expertenwissen in den ländlichen Raum.
- Infoportal Hautkrebs www.infoportal-hautkrebs.de: Die Stiftung ermöglichte durch die Anschubfinanzierung den Aufbau des Wegweiser im Internet für Betroffene. Die erhalten dort Orientierung, Informationen zu Anlaufstellen und zu Behandlerinnen und Behandlern. Das stärkt die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten.
- AYA-Guide: Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Krebsdiagnose haben meist ganz spezielle Herausforderungen während der Therapie und brauchen besondere Zuwendung. Der Kontakt zu gleichaltrigen Betroffenen oder Menschen, die den gleichen Lebensalltag teilen, fällt schwer. Der durch die Stiftung finanzierte AYA-Guide bringt ihnen eine solche Alltagsbegleitung und ermöglicht, dass sich Betroffene vernetzen und zusammenfinden.